Freude schenken #Weihnachtspakete
Als ich die Reise nach Rumänien mit Lahai Roi antrat, wusste ich nicht genau, was mich erwartet. Was ich in dieser Woche erlebt habe, hat mich tief beeindruckt – eine Erfahrung, die ich nicht missen wollen würde.
Samstag Von Eindhoven aus ging es mittags in den Flieger – leider mit einem Dämpfer: Zwei unserer knapp 15-köpfigen Gruppe wurden wegen Überbuchung am Flughafen zurückgelassen. In Iași wurden wir von Lahai-Roi-Mitarbeitern abgeholt. Am Internat empfingen uns die Kinder herzlich, die Köche hatten bereits ein Abendessen vorbereitet, und in der Sporthalle konnten wir uns noch auspowern – ein rundum herzlicher Empfang.
Sonntag Der Gottesdienst in der rumänischen Gemeinde war bewegend: Menschen, die materiell kaum etwas besitzen, feierten diesen Tag als echtes Fest. Nachmittags folgten erste Dorfbesuche – die Lebensumstände der Familien waren extrem ärmlich, und doch saßen genau diese Menschen morgens voller Hingabe im Gottesdienst.
Montag Nach einer Führung durchs Internat besuchten wir Familien im Dorf. Es war eindrücklich zu sehen, aus welch armen Verhältnissen die Internats-Kinder kommen. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir eine alleinerziehende Mutter mit sieben Kindern, die mit 50 Euro pro Kind im Monat überleben muss – zu acht in einer kleinen Hütte. Nachmittags machten wir einen Großeinkauf für das Internat, abends bummelten wir durch Iași – ein gewaltiger Kontrast zum Leben auf dem Land.
Dienstag In Popricani verteilten wir Hilfsgüter an bedürftige Familien. Mittags erlebten wir ein After-School-Programm mit über 100 Kindern – ihr Elan beim Singen und Spielen ließ einem das Herz aufgehen.
Mittwoch Unterwegs nach Cioca-Boca kamen wir an einem historischen Kloster in Mironeasa vorbei. Besonders aufgefallen ist mir, wie entscheidend ein fleißiger Vater für die Familie ist. Tief beeindruckt hat mich ein Mann, der trotz einer Zitterkrankheit unermüdlich für seine Familie arbeitet. Ortsansässige Christen bereiteten uns ein reichhaltiges 3-Gänge-Menü – eine fast beschämende Gastfreundschaft. Abends gab es eine extra organisierte Gemeindestunde, nachmittags durften wir sogar Pferdekutsche fahren.
Donnerstag Nach herzlicher Verabschiedung ging es gegen Mittag – dieses Mal vollzählig – wieder Richtung Heimat.
Was mich am meisten beschäftigt, ist der krasse Gegensatz: Diese Familien leben in tiefster Armut, aber in Gastfreundschaft und Herzlichkeit sind sie reicher als viele von uns.